Bärlauch, verleiht nicht nur Bären neue Kraft

Bärlauch, verleiht nicht nur Bären neue Kraft sternagel photo

Bärlauch wird auch Knoblauchspinat, wilder Knoblauch, Waldknoblauch, Hexenzwiebel, Zigeunerlauch, Ramsen oder Waldherre genannt. Es ist eine altbekannte Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze, die mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch verwandt ist.

Wenn es im Frühling im Wald plötzlich nach Knoblauch riecht, ist Bärlauch in der Nähe. Denn ein Stängel kommt selten allein. Wenn er erstmal irgendwo heimisch ist, breitet er sich üppig aus. Aber Vorsicht: Bärlauch wird beim Sammeln immer wieder mit Maiglöckchen, den im Frühjahr austreibenden Blättern der Herbstzeitlosen oder den meist ungefleckten Blättern des Gefleckten Aronstabs verwechselt. Diese drei Pflanzen sind äußerst giftig. Fühlen Sie deshalb die Blätter sehr sorgfältig, ob sie weich sind und nach Knoblauch duften. Der Name Bärlauch stammt angeblich daher, dass er die erste Nahrung von Bären nach dem Winterschlaf ist und ihnen neue Kraft für’s Jahr gibt.

 

Pflücken und Geschmack

Wenn man die Blätter kurz vor der Blüte erntet, haben sie die beste Qualität. Ab Anfang Februar bis Mitte März kann man die ersten Blätter entdecken. Spätestens Anfang Juli ist die Saison beendet, da dann die Samen heranreifen. Inzwischen ist Bärlauch aber auch auf den Märkten und sogart beim Discounter erhältlich. Bärlauch schmeckt würzig nach Knoblauch und enthält, ähnlich wie die Knollen Lauchöl, Flavonoide, Biokatalysatoren, Fructosane und viel Vitamin C.

 

Lagerung

Bärlauch ist sehr druckempfindlich und hält sich nur ganz kurze Zeit frisch. Am besten legt man ihn in eine Plastiktüte, fügt einige Tropfen Wasser zu und bläst die Tüte auf. Dann zuknoten  und den Bärlauch so geschützt in das Gemüsefach vom Kühlschrank. Legen. Auch in einem gut schließenden Plastikgefäß bleiben die Blätter einige Tage im Kühlschrank frisch. Wenn man Bärlauch einfriert, sollte er in gut verschlossenen Dosen lagern, damit nicht alles nach Knoblauch riecht.

 

In der Küche

Die Pflanze ist zwar komplett essbar. Sie können Blätter und Stängeln verwenden. Alles hacken und zum Würzen von Soßen, Dips, Eierspeisen oder Kräuterbutter verwenden. Man kann ihn roh auf Brot essen oder auf Weichkäse legen und unter Quark mischen Praktisch, um das ganze Jahr über in den Genuss des Bärlauchs zu kommen, ist die Zubereitung eines Pesto oder eines Bärlauch-Öl-Gemisches. Hier ist es wichtig, die Masse in kleine gut schließende Gläser zu füllen und vollständig mit Öl zu bedecken. Sokommt kein Sauerstoff an die Kräuter und sie verderben nicht.

Hitze verändert die schwefelhaltigen Stoffe im Bärlauch, wodurch er viel von seinem charakteristischen Geschmack verliert. Daher wird Bärlauch meist roh und klein geschnitten unter Salate oder andere Speisen gemischt. Verwendet man ihn in der warmen Küche, den Bärlauch erst zum Schluss untermischen. Im Frühjahr kann Bärlauch Schnittlauch ersetzen.

 

Gesundheit

Im Mittelalter wurde Bärlauch als Arznei- und Nahrungspflanze genutzt. Ihm wurden unheilabwehrende Eigenschaften zugeschrieben. Er fördert nicht nur die Verdauung, sondern verhindert auch Arteriosklerose, senkt den Blutdruck und kann somit sogar Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen. Ähnlich wie Knoblauch soll Bärlauch den Cholesterinspiegel senken und sich  positiv auf Magen, Darm und Leber auswirken. Die Blätter sind blutreinigend, krampflösend und blutdrucksenkend, helfen bei Magen- und Darmstörungen, Darminfektionen, Hautausschlägen, Bronchialkatarrhen sowie bei Darminfektionen, außerdem bei Bluthochdruck und Arterienverkalkung. Bärlauch ist ein wirksames Kraut bei Frühjahrskuren und macht fit.