Avocado - von den Azteken Butter des Waldes genannt

Avocado - von den Azteken Butter des Waldes genannt fotolia

Wie fast alle exotischen Obst- und Gemüsearten so haben wir auch die Avocado den spanischen und portugiesischen Eroberern zu verdanken. Diesen entdeckten die grüne Frucht in Mexiko. „Ahua quatl“ – Butter des Waldes – nannten die Ureinwohner die Avocado. Und das zu Recht! Denn ihr Fruchtfleisch ist sahnig und cremig wie Butter.


Botanisch und kulinarisch betrachtet
Wir behandeln in unseren Küchen die Avocado wie ein Gemüse. Was einem Botaniker die Haare zu Berge stehen lässt. Denn botanisch betrachtet ist die Avocado eine riesige, birnenförmige Beere mit einer Haut wie Leder und einem dicken Stein innendrinn. So denken auch die Mittelamerikaner. Sie lieben ihre Avocados süß zubereitet, d.h., als Creme oder in Obstsalaten. Zu letzterem schmecken sie ausgezeichnet zu Ananas oder Himbeeren. Wir Europäer dagegen haben es lieber herzhaft. Die einfache Variante: Avocado-Hälften mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen und auslöffeln. Die Gourmet-Variante: mit Kaviar und Creme fraîche, mit Krabben oder Krabbensalat sowie pikanten Tatar füllen und genießen.

Küchen-Tipp
Da Avocado-Fleisch schnell bräunlich werden kann, sobald es mit Luft in Berührung kommt, sollte man es erst unmittelbar vor Gebrauch aufschneiden und dann gleich mit Zitronensaft beträufeln. Der Zitronensaft sorgt außerdem dafür, dass der Eigengeschmack der Avocado noch besser zur Geltung kommt.

Inhaltsstoffe
Und keine Angst: Avocados haben nicht so viele Kalorien wie man ihnen andichtet. Auf 100 g Fruchtfleisch sind es 217 Kalorien. Der Kern enthält viel Fett – aber den ist man ja bekanntlich nicht mit. Interessant auch: 11 Vitamine sind in der Avocado enthalten. Besonders der hohe Vitamin-C-Gehalt sticht hervor. Auf 100 Gramm Fleisch 12 mg.

Noch ein Genießer-Tipp
Avocado- und Hähnchenbrust-Scheiben mit einer selbstgemachten Remoulade servieren.