Basilikum - nicht nur für Mozzarella-Tomaten

Basilikum - nicht nur für Mozzarella-Tomaten © leeavison - Fotolia.com

Als Heimat des Basilikums (lbotanischer Name Ocimum basilicum) wird Indien genannt Von dort brachten es Händler ins Abendland. Seit dem 16. Jahrhundert bei uns heimisch geworden (junge Mädchen glaubten damals, das Basilikumstängel, am Körper getragen, den Liebsten anlockt) wird es besonders in der italienischen (wichtigste Zutat für Pesto oder Mozzarella-Basilikum-Tomaten) und in der französischen Küche (für viele Suppen und Eintöpfe) verwendet.

Wo Basilikum wächst...


Hauptanbauländer sind heute Holland, Südfrankreich, Spanien, Marokko, die Balkanstaaten und Indonesien. Und überall dort, wo es feucht und tropisch ist, wächst das Kraut auch ganz schön üppig wild.

Die Verwendung für Welness und in der Küche

Die Industrie verwendet das ätherische Öl des Krautes für allerlei Duftendes: Parfüm, Badezusätze, Salben. Wenn im Herbst und Winter Erkältungskrankheiten grassieren, dann hilft ein Basilikumtee manchmal schon über Nacht.

In der Küche hat das Kraut natürlich seinen ganz großen Auftritt. Das getrocknete und zerriebene Kraut (schmeckt aromatisch-würzig und leicht kühlend) riecht förmlich nach Sonne. Urlaub und Ferienländern. Es ist daher ein wahrer Genuss in Tomatensalaten, -saucen und -suppen. Ist ein Highlight in der Sauce Vinaigrette. Peppt sogar unser gutes altes Sauerkraut ungemein auf. Verleiht Gurkengemüse und Gemüsesuppen einen Hauch von internationaler Küche. Selbst unsere simplen Kohleintöpfe bekommen durch etwas Basilikum mehr Pfiff. Joghurt, Kräuterbutter und sogar Nordseekrabben sowie Hummer (aber nur eine ganz winzige Prise) bekommen den besonderen Geschmacks-Pfiff.

Das Kraut fördert die Verdauung


Auch eine große, verdauungsfördernde Wirkung hat Basilikum. Es lässt fette Schweinebraten, Koteletts, vor allem Kalbshaxen oder Leberknödel durch eine Prise von ihm nicht nur besser schmecken, sondern es macht sie für unseren Verdauungsapparat einfach bekömmlicher.

Es schnell gemachtes Würzöl


Ein paar Blättchen Basilikum in die Essigflasche geben machen ihn aromatischer. Super beim Würzen ist Kräuteröl. Selbstgemachtes natürlich. Dazu einige Blätter frisches Basilikum gut waschen, gründlich trockenen und dann leicht zerdrückt (setzt schnell Aromastoffe frei) in eine gut verschließbar Flasche geben und mit normalem Öl auffüllen. Fest verschlossen an einem kühlen, dunklen Ort mindestens 14 Tage ziehen lassen. Das Öl eignet sich für Salate und zum Braten. Allerdings sollte es zügig verbraucht und nicht allzu lange aufgehoben werden. Daher ist es ratsam, nur kleine Flaschen Basilikum-Öl anzusetzen.

Trocken verpackt und eingefroren intensiviert Basilikum sein Aroma sogar noch mehr.

Im Garten


Sonnig und warm, die Erde humushaltig, nährstoffreich und alles gut gedüngt - dann wächst und gedeiht Basilikum hervorragend. Die Pflanze wird zwischen 20 und 60 cm hoch. Lindgrüne Blätter mit einer zart weiß-rosa Blüte sind eine wahre Freude. Da es zu fast jeder Jahreszeit Töpfchen mit Basilikum auf dem Markt oder beim Gemüsehändler gibt, kann man sich das Aussäen der Pflanze ersparen und setzt die vorgezogene Pflanze einfach nach den Eisheiligen in den Garten.