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Die Pflaumen sind reif. Und was gehört zu einer guten Kochschule? Natürlich ein kleiner Blick auf die heimische Ernte. Denn jetzt sind die Früchte günstig aus der Nachbarschaft auf dem Markt – gut für eine positive Öko-Bilanz. In der Küche könnt ihr mit Pflaumen Köstliches zaubern – süß und pikant. Und ganz nebenbei sind die süßen, saftigen Früchte auch noch gut für die Nerven. Daher heißt es jetzt naschen, kochen, backen und fit werden – alles mit Pflaumen.

Beginnen wir mit dem Einkauf: Achtet darauf, dass die Früchte prall und am Stielansatz nicht schrumpelig sind. Typisch für Pflaumen von guter Qualität ist der sogenannte Kondensniederschlag, der Duftfilm. Das ist die stumpfe, hellgraue Schicht, die die Früchte umhüllt. Sie sorgt dafür, dass die Pflaumen nicht zu schnell welk werden. Solltet ihr die Früchtchen noch im Gemüsefach des Kühlschranks lagern wollen, wascht sie vorher bitte nicht. Der „Grauschleier“ hält sie länger frisch – bis zu einer Woche können ihr sie so aufbewahren. Zum Einfrieren die Früchte vorher abbrausen und entsteinen. Den Stein niemals mitessen, er setzt im Körper geringe Mengen giftiger Blausäure frei.

Es lebe der kleine Unterschied beim Einkauf

Pflaumen sind rundlich bis oval und je nach Sorte Gelb, Grün, Blau-Violett oder Rot in der Farbe. Die gelben Früchte sind etwas weicher und sehr saftig. Und auch wenn wir von einem Pflaumenkuchen sprechen, als Kuchenbelag werden meistens Zwetschgen verwenden, die je nach Region auch als Zwetschken, Zwetschen, Prüm oder Quetschen bezeichnet werden. Der Grund ist ganz einfach: Die Zwetschgen, immer zu erkennen an der länglichen Form und der Naht, lassen sich viel besser entsteinen. Um euch das Leben einfach zu machen, wählt zum Naschen beliebige Sorte, zum Kochen oder Backen jedoch Zwetschgen. 

Echte Pflaumen und Zwetschgen haben von Juli bis Oktober Saison, die gelb-grünen Mirabellen und Renekloden sind von Juli bis September erhältlich.

Fast vergessen, die beiden gelben Klassiker:

Renekloden gibt es in Grün, Gelb oder Rot. Sie sind groß, habe eine runde Form, sind süß, saftig und aromatisch im Geschmack.

Mirabellen sind klein aber sehr, sehr fein! Sie haben eine glatte, gelblich-grüne Haut und sind etwas größer als Kirschen. Dafür sind sie zuckersüß und haben ein tolles, intensives Aroma.

Alle Pflaumen sind aufgrund ihres tollen Aromas super zum Backen, für Mus oder Kompott aber ebenso gut zum Kochen geeignet. In der pikanten Küche geben sie Braten als Füllung eine liebliche Note oder runden Saucen perfekt ab. Nicht zu vergessen den Rumtopf, der wieder eine Renaissance erlebt.

Pflaumen stärken eure Nerven

Die Pflaumenarten sind nicht nur lecker, sondern auch gesund, denn sie enthalten fast alle B-Vitaminen. Und die sind nicht nur wichtig für unseren Stoffwechsel, sondern stärken auch unsere Nerven bei Stress. Da diese B-Vitamine jedoch durch Hitze zerstört werden, auch häufig Früchte pur naschen. In größeren Mengen  genossen regen Pflaumen die Darmtätigkeit an. Aber Vorsicht: Die Früchtchen enthalten auch viel Zucker!

Entdeckt Omas Liebling neu:

Rumtopf mit Pflaumen

2 kg Pflaumen, 1 l Rum (54 Vol.%), 500 g Zucker, 1/2 Vanilleschote, 2 Sternanis 

Pflaumen waschen, putzen, einschneiden und den Stein herauslösen. Die Pflaumen in einen glacierten Steintopf oder in ein großes Glasgefäß mit Deckel schütten. 

Die Hälfte des Rums mit dem Zucker verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Mischung über die Früchte gießen. Den übrigen Rum erwärmen (aber nicht kochen) und darübergießen, bis die Pflaumen bedeckt sind. Vanilleschote längs aufschlitzen. Zusammen mit den Anissterne dazu geben. 

Das Gefäß mit einem Deckel oder Frischhaltefolie abgedeckt im Keller stehen lassen. Ab und zu mit einem Holzlöffel umrühren. Mindestens 1 Woche durchziehen lassen. 

Der Rumtopf schmeckt lecker zu Vanillepudding oder -eiskrem.