Gut zu Wissen – über Zucchini

Frische Zucchini solltest Du immer im Gemüsefach des Kühlschranks oder in einem kühlen (Keller)Raum lagern. So hält sich das Gemüse mehrere Wochen, ohne dass es fault. Beachte jedoch, dass Tomaten und Äpfel getrennt von Zucchini gelagert werden sollen. Denn beide verströmen das Reifegas Ethylen, das Zucchini schneller reifen – und somit auch schneller verderben lässt. 

Wenn Du jedoch diesen kleinen Tipp beachtest, sind Zucchini das perfekte Gemüse, das Du immer im Kühlschrank haben solltest. Denn durch den hohen Wassergehalt des Gemüses ist es mit 19 kcal/ 100 g  sehr kalorienarm. Und der Fettgehalt, der bei unter 0,4 Gramm pro 100 g liegt schlägt kaum zu Buche. Im Gegenzug stecken in der Zucchini viele gesunde Mineralstoffe und Vitamine sowie viel Eisen und Magnesium. Magnesium stärkt Muskeln und Nerven, Eisen unterstützt die Blutbildung. Was Du in Zucchini fast vergebens suchst, sind Kohlenhydrate. Daher ist das Gemüse perfekt für die Low-Carb-Ernährung. Zudem sättigen Zucchini gut, da sie viel Masse aber kaum Kalorien liefern. 

Von Haus aus stecken in Zucchini aber auch giftige Bitterstoffe, sogenannte Cucurbitacine. Hier ist aber nur bei selbst angebauten Zucchini Vorsicht geboten. Wer sich als Hobbygärtner betätigen möchte, kauft zur Sicherheit Jungpflanzen oder Saat im Fachhandel und versucht sich nicht selbst an der Vermehrung. Bei Zucchini, die Du im Handel erhältst, sind diese Bitterstoffe durch Züchtung entfernt worden. Und das Erkennen solch giftiger Zucchini gelingt ganz einfach: Sie haben einen sehr bitteren Geschmack!! 

Mit Schale, ohne Kerne?

Die Vorbereitung der Zucchini ist denkbar einfach: Gründlich abbrausen und den Blütenansatz abschneiden. Schälen ist nicht notwendig, Du kannst die Schale mit essen. Denn wie auch bei anderen Gemüsesorten stecken unter der grünen oder gelben Schale viele Vitamine, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die wir sonst ungenutzt wegwerfen würden.

Und wie sieht es mit den Kernen in der Mitte aus, wie sie jeder Kürbis hat? Da die Kerne sehr weich sind, kannst Du Dir die Arbeit des Entkernen sparen. Es sei denn, Du möchtest die Zucchini füllen. Dann kann Du die Kerne ganz einfach mit einem Löffel entfernen. Aber nur, um eine leckere Füllung in die Hälften geben zu können.

Kannst Du Zucchini auch roh essen?

Aber ja! Auch wenn es typisch ist, Zucchini zu backen, braten oder grillen – sie können auch roh gegessen werden. Vorher wie immer gut waschen, in Stücke schneiden und in einen leckeren Dipp tunken. So sind sie er ideale Snack für zwischendurch. 

Und wie sieht’s mit dem Einfrieren aus?

Auch hier ist die Antwort: aber ja. Wasch die rohen Zucchini gründlich und tupfe sie mit einem Tuch trocken. Dann zerteilen und, da Zucchini zu einem Großteil aus Wasser bestehen, gib die Zucchini in ein Sieb, bestreue sie mit Salz und lasse sie ca. fünf Minuten ziehen. Die Zucchini ziehen dann Wasser, das im Sieb abtropfen kann. Das so vorbereitete Gemüse in Gefrierdose oder -beutel geben und einfrieren. Ab in den Tiefkühler – und das Gemüse kann zwölf Monate aufbewahrt werden.

Zubereitete Zucchini, wie zum Beispiel diese Zucchini-Lasagn, kannst Du im Gefrierschrank bis zu fünf Monaten aufbewahren. Stelle ein tiefgefrorenes Zucchini-Gericht aber bitte nicht zum Auftauen in die Mikrowelle sondern lasse sie langsam im Kühlschrank auftauen. So verhinderst Du, dass die Zucchini matschig werden. Langsam aufgetaut schmecken die Zucchini nämlich frisch und aromatisch. 

Mein Tipp:

Sollten Dir rohe Zucchini durch das Einfrieren trotzdem einmal matschig geworden sein, gib einfach etwas Brühe, Sahne, Schmand oder Kräuterfrischkäse dazu zu püriere alles zu einer feinen Sauce oder Suppe.

Hier mein Rezept zum Video:

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten vorbereiten, ca. 40 Minuten backen

Pro Portion ca.

Energie

Eiweiß

Fett

Kohlenhydrate

Zucchini-Lasagne

Für 4 Personen braucht Du:

1 kg große, dicke Zucchini
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
500 g Rinderhackfleisch
1 große Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Paprikapulver (edelsüß)
1 EL Tomatenmark
2 Dosen (à 400 ml) stückige Tomaten
1-2 TL getrockneter Oregano oder Thymian
200 g Frischkäse
100 ml Milch
abgeriebene Muskatnuss
150 g mittelalter Gouda

Zucchini waschen und längs in fingerdicke Scheiben schneiden. In einer beschichteten Pfanne in 1 EL Olivenöl von beiden Seiten anbraten, auf Küchenpapier abtropfen lassen, mit Salz und Pfeffer würzen. 

Übriges Öl in einem weiten Topf erhitzen. Das Hackfleisch darin krümelig braten. Zwiebel und Knoblauch abziehen, Zwiebel würfeln. Zwiebeln zufügen und darin glasig dünsten. Die Knoblauchzehe dazu pressen und etwas mitdünsten. Wenn das Fleisch Farbe bekommen hat, mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen, Tomatenmark unterrühren und 1 Minute mit anschwitzen. Stückige Tomaten und Oregano hinzugeben, 15 Minuten bei schwacher bis mittlerer Hitze köcheln lassen, zum Schluss die gehackte Petersilie hinzugeben. 

Den Frischkäse mit der Milch verrühren. Mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat würzen, ca. 50 g Streukäse unterrühren. 

Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze (Umluft 180 Grad, Gas: Stufe 3) vorheizen. Eine Lasagneform oder eine andere Auflaufform mit Zucchinischeiben auslegen. Tomaten-Hacksoße, Frischkäsesoße und Zucchini einschichten, bis alle Zutaten verbraucht sind. Die oberste Schicht soll Tomaten-Hacksoße sein. Diese mit dem restlichen Käse bestreuen und ca. 30 Minuten goldbraun backen.

Dazu passt ein kleiner frischer Salat.

Guten Appetit wünscht Euch

Über mich

Mein Name ist Anja Sternagel (Sterni). Ich bin Food-Journalistin und arbeite seit über drei Jahrzehnten für die größten Zeitschriften, entwickele, schreibe, style und fotografiere Rezepte. Aus den langen Jahren weiß ich natürlich aus zahlreichen Leserbriefen von den Problemen, die man mit einem Rezept haben kann. Ich möchte euch mit Freude und Leichtigkeit zeigen, wie kinderleicht ihr frische Gerichte zubereiten könnt.

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